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Als Moderne kann die Vielfalt der Bauformen des 20. Jahrhunderts zusammengefasst werden, weil sie überwiegend dem Verständnis folgt, dass die Form dem Zweck, der Konstruktion und dem Material zu folgen habe. Verkleidung darf nicht verhüllen und Ornamentierung galt nach einem berühmten Diktum als "Verbrechen". Den klarsten Zusammenhang von Form, Inhalt, Konstruktion und Material findet die Architektur in der Verbindung von hoch transparenten Stahl-Glas-Bauten mit klar gezeichneten Wandscheiben und Decken. Ansonsten ist die Moderne von einer vorher nicht gekannten Vielfalt geprägt, die eine Typologisierung schwierig macht. Im Kirchenbau gipfelte die moderne Bewegung in der Forderung nach dem Ende des Kirchenbaus, weil die Funktion der gottesdienstlichen Versammlung von einer speziellen Hülle unabhängig sei (Forderung nach dem Mehrzweckraum).
Die Moderne wird gekennzeichnet durch Internationalität. Eine stilistische Unterscheidung nach Regionen ist nicht mehr möglich. Nur in Ausnahmefällen konnten sich regionale Schulen entwickeln.

Die Kirchen sind nach dem jeweiligen Basisjahr geordnet.

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93340 Le Raincy: kath. Kirche Notre-Dame (1923)
ADRESSE: Avenue de la Résistance, 93340 Le RaincySeine-Saint-DenisÎle-de-France < Frankreich
KIRCHLICH: Diözese Saint-Denis

Moderne dreischiffige Stahlbetonkirche mit Flachtonne, die über den Seitenschiffen von auf dünnen Pfeilern querliegenden Flachtonnen abgefangen wird. Mittelschiff im Osten durch Segmentbogen begrenzt. Betonglasfenster. Steiler gotisierender Westturm
1922-1923 erbaut durch A. Perret.
HEILIGE(r): Maria.
Web: paroisse.leraincy.free.fr, fr.wikipedia.org/wiki/%C3%89glise_Notre-Dame_du_Raincy


70250 Ronchamp: kath. Wallfahrtskapelle Notre Dame du Haut (1950)
ADRESSE: Rue de la Chapelle, 70250 RonchampHaute-Saône < Frankreich
KIRCHLICH: Champagney < Doyenné de Lure < Diözese Besançon

Modern plastisch gestaltete Bau mit Innen- und Außenkirche. Zwei Kapellen in gekurvten Nischen mit Oberlicht.
1950-1955 erbaut durch Le Corbusier.
HEILIGE(r): Maria.
Web: www.collinenotredameduhaut.com, de.wikipedia.org/wiki/Notre_Dame_du_Haut, www.tu-harburg.de/b/kuehn/lec5.html
Kontakt: Porterie von „Notre-Dame du Haut“, 13, rue de la Chapelleja, +33 (0) 3 84 20 65 13, accueil@collinenotredameduhaut.com

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Foto: Gunther Seibold (kirchbau.de)
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Foto: Gunther Seibold (kirchbau.de)

33540 Tampere: ev.-luth. Kaleva-Kirche (Kalevan kirkko) (1966)
ADRESSE: Liisanpuisto 1, 33540 TamperePirkanmaa (Pirkanmaan maakunta)Provinz Westfinnland (Länsi-Suomi lääni) < Finnland
KIRCHLICH: Tampereen Kalevan seurakunta < Diözese Tampere (Tampereen hiippakunta) < Evangelisch-Lutherische Kirche Finnlands (Suomen evankelis-luterilainen kirkko)

Moderne Betonkirche mit senkrecht aufragenden gekurvten und gebrochenen Betonwänden, dazwischen schmale senkrechte Fensterspalten. Hölzerne Ausstattung. Kein Turm, aber kleine Andeutung einer kreuzförmigen Erhöhung auf dem Dach.
1964-1966 erbaut durch Paatelainen und Pietilä.
Web: www.tampereenseurakunnat.fi/kirkot/kaleva, fi.wikipedia.org/wiki/Kalevan_kirkko


L3 5TQ Liverpool: kath. Metropolitan Cathedral of Christ the King (1967)
ADRESSE: L3 5TQ LiverpoolEngland < Großbritannien
Runde Kirche mit hoher farbig durchfensterter Laterne auf 16 Schrägstützen in Beton. Zwischen den Stützen konisches Dach, an dessen unterem Ende durchfensterte Kirchenwand mit Anbauten unterschiedlicher Form an jedem Feld.
Turmhöhe: 85
1904 neuromanischer Rundbau begonnen durch E. Lutyens • 1941 zerstört • 1962-1967 heutige Kirche durch F. Gibberd.
Web: en.wikipedia.org/wiki/Liverpool_Metropolitan_Cathedral


00100 Helsinki-Etu-Töölö: ev.-luth. Kirche auf dem Tempelplatz (Temppeliaukion kirkko) (1969)
ADRESSE: Tempelgatan, 00100 HelsinkiUusimaa (Uudenmaan maakunta)Provinz Südfinnland (Etelä-Suomi lääni) < Finnland
KIRCHLICH: Töölön seurakunta < Diözese Helsinki (Helsingin evankelis-luterilainen hiippakunta) < Evangelisch-Lutherische Kirche Finnlands (Suomen evankelis-luterilainen kirkko)

In Felsen gebaute Kirche mit gebrochen kreisrundem Grundriss, überdeckt von lichter Betonkuppel (Stahlbeton-Kuppelskelett).
1932 Entwurf des Architekten Blomstedt mit runder, in halbkreiskuppel überdeckter Form • 1939 begonnen durch J.S. Sirén • 1961-1969 geänderte Vollendung durch Brüder Timo und Tuomo Suomalainen.
Web: taivallahti.kirkkohelsinki.net, www.temppeliaukio.fi, de.wikipedia.org/wiki/Temppeliaukio-Kirche

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Foto: Gunther Seibold (kirchbau.de)

9620 Lichtensteig: kath. Pfarrkirche St. Gallus (1970)
ADRESSE: Giebelweg, 9620 LichtensteigToggenburgKanton St. Gallen < Schweiz
KIRCHLICH: Pfarrei St. Gallus Lichtensteig < Dekanat Wil-Wattwil < Diözese St. Gallen

Expressionistischer vielfältig gebrochener Betonbau.
1968-1970 erbaut durch Walter Förderer.
HEILIGE(r): Gallus.


1987 Hérémence: kath. Kirchliches Zentrum St-Nicolas (1971)
ADRESSE: Rue de l′Église, 1987 HérémenceEring (Hérens)Kanton Wallis < Schweiz
KIRCHLICH: Paroisse catholique d′Hérémence < Décanat de Vex < Diözese Sitten (Sion)

Der Bau zeichnet sich durch einen polygonalen Grundriss, Sichtbeton als Material, eine komplizierte verschachtelte Volumetrik und indirekte Lichtführung aus. »Wie ein vom Himmel gefallener erratischer Block« oder ein »begehbarer Felsen« sind metaphorische Beschreibungen dieser Kirche. Der Architekt selbst erläuterte bei der Vorstellung seines Projekets: »Ich habe mir einen Felsen vorgestellt, der auf diesen Platz fällt. Und in diesen Felsen habe ich eine Kirche gehauen, indem ich ihm zerklüftete und unregelmäßige Formen gab, die das Terrain aufzwang und die sich übrigens in der Gestaltung des Dorfes und der umgebenden Landschaft fanden.«
Turmhöhe: 37 • Innenhöhe: 22 • • Sitzplaetze: 500
1961: Projektausschreibung, aus dem Walter M. Förderer als Sieger hervorging • 1967: Abriss der alten Kirche • 1968-71: Erbauung des neuen Kirchenzentrums durch den Architekten Walter M. Förderer • 31. Oktober 1971: Einweihung der neuen Kirche durch Bischof Adam aus Sion
HEILIGE(r): Nikolaus von Myra.
Web: www.heremence.ch/Heremence/FHomePageHeremence.aspx, www.choeur-st-nicolas.ch/eglise.htm
Öffnungszeiten: täglich geöffnet
Kontakt: paroisse.heremence@cath-vs.ch

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Foto: Zara Reckermann
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Foto: Zara Reckermann

1230 Wien-Mauer: kath. Rektoratskirche zur Heiligsten Dreifaltigkeit (1976)
ADRESSE: Rysergasse 2, 1230 WienLiesingWien < Österreich
KIRCHLICH: Pfarre St. Erhard Wien/Mauer < Stadtdekanat 23 < Diözese Wien

Aus 152 kubischen Betonquadern gebildetes Kirchenmonument auf einem Hügel am Rande Wiens.
Ursprünglich für ein Karmelitinnenkloster im Wienerwald geplant, welches nicht zu Stande kam • 1974-1976 durch Fritz Wotruba erbaut.
152 Stahlbetonblöcke zwischen 64 und 0,84 Kubikmeter (bis zu 151 Tonnen).
Web: www.georgenberg.at, de.wikipedia.org/wiki/Wotrubakirche, www.pfarremauer.at
Öffnungszeiten: Samstag und vor Feiertagen 14.00 - 20.00 Uhr, Sonn- und Feiertage 9.00 - 16.30 Uhr
Kontakt: kirche@georgenberg.at

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Aus: Koch 1994,285.
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Foto: Gunther Seibold (kirchbau.de)
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Foto: Gunther Seibold (kirchbau.de)

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