Hessen (und Umgebung) mit Schwerpunkt Querkirchen

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Zusammengetragen von Dr. des. Kathrin Ellwardt .

63633 Lichenroth: evang. Kirche (1733)
Kirchlich: Lichenroth, Filial zu Kirchbracht, Gelnhausen, Kurhessen-Waldeck
Adresse: 63633 Birstein, Main-Kinzig-Kreis, Hessen
Schlichter Saalbau mit dreiseitigem Schluß und Dachreiter über dem Giebel in der charakteristischen Form hessischer Dorfkirchen des 18. Jahrhunderts. Im Inneren jedoch quergerichtet.
1732-1733 erbaut.
Kanzel aus der Vorgängerkirche, datiert 1677.
Kontakt: Ev. Pfarramt Kirchbracht, Am Höhküppel 4, 06054 / 5526
Quelle(n): Kathrin Ellwardt (per Mail)
(c) Foto: Kathrin Ellwardt(c) Foto: Kathrin Ellwardt(c) Foto: Kathrin Ellwardt


63633 Unterreichenbach: evang. Pfarrkirche (1754)
Kirchlich: Unterreichenbach, Gelnhausen, Kurhessen-Waldeck
Adresse: 63633 Birstein, Main-Kinzig-Kreis, Hessen
Großer Quersaal mit Mansarddach, zweigeschossiger Fensteranordnung und Lisenengliederung. Doppelgeschossige Emporenanlage. Orgelempore und die weit vorkragende Kanzel mit vergittertem Pfarrerstand an der Turmwand. Freistehender Altar in der Raummitte. Dunkles Holz bestimmt den Raumeindruck.
1748-1754 nach Plänen des Laubacher Hofarchitekten Johann Wiesenfeld begonnen, unter Leitung des Maurermeisters Johann Gallus Diemar aus Fulda vollendet.
Aufgrund ihrer Größe, die alle Kirchen der Umgebung bei weitem übertrifft, ist die Kirche als "Vogelsberger Dom" bekannt.
Web: www.vogelsberger-dom.de
Kontakt: Ev. Pfarramt, Kirchstr. 3, 06054 / 364
Quelle(n): Kathrin Ellwardt (per Mail)
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63699 Burgbracht: evang. Ev. Kirche (1741)
Kirchlich: Burgbracht, Filial zu Hitzkirchen, Büdingen, Hessen-Nassau
Adresse: 63699 Kefenrod, Wetteraukreis, Hessen
Schlichter rechteckiger Quersaal mit dreiseitiger Emporenanlage, durch die seitliche Anordnung des Dachreiters von außen wie längsgerichtet erscheinend.
1738-1741 Neubau anstelle eines schadhaften älteren Kirchengebäudes.
Kontakt: Ev. Pfarramt, Kirchberg 3, 06054 / 5226
Quelle(n): Kathrin Ellwardt (per Mail)
(c) Foto: Kathrin Ellwardt(c) Foto: Kathrin Ellwardt


64711 Erbach / Odenwald: evang. Stadtkirche (1750)
Kirchlich: Erbach, Erbach, Hessen-Nassau
Adresse: 64711 Erbach, Odenwaldkreis, Hessen
Barocke Stadt- und Hofkirche. Großer Saalbau mit hohem, stadtbildprägendem Turm, im Inneren querorientiert. Kanzel-Orgel-Wand, davor der freistehende Altar. Doppelgeschossige Emporenanlage an den übrigen drei Seiten des Raumes. Der Kanzel gegenüber die zwei- ursprünglich sogar dreigeschossige Herrschaftsloge der Grafen zu Erbach-Erbach.
Vom spätgotischen Vorgängerbau nur Teile des Chorturms im Mauerwerk des Ostrisaliten erhalten. Neubau 1747-1750 nach Plänen des Bauschreibers Andreas Jörg auf Veranlassung des Grafen Georg Wilhelm.
Gut erhaltenes Beispiel einer Residenzkirche für Hof und Stadtgemeinde. Taufstein, Altar und Kanzel aus Lahnmarmor. Große Orgel mit Rokokoprospekt.
Kontakt: Ev. Pfarramt I, An der Zentlinde 9, 06062 / 3461
Quelle(n): Kathrin Ellwardt (per Mail)
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65510 Heftrich: evang. Pfarrkirche (1739)
Kirchlich: Heftrich, Idstein, Hessen-Nassau
Adresse: 65510 Idstein, Rheingau-Taunus-Kreis, Hessen
Rechtecksaal mit Turm an einer Schmalseite. Risalite mit Dreiecksgiebel und Pilastergliederung an beiden Längsseiten deuten die Querrichtung des Innenraumes an.
1737-1739 nach Plänen des nassau-usingen'schen Landbaumeisters Friedrich Joachim Stengel errichtet. 1839-1843 Renovierung des Inneren. 1868 neue Orgel. 1936 Veränderungen an der Kanzelwand. 1930/35 Außenputz entfernt. 1989 Renovierung, seitdem außen wieder verputzt.
Abwandlung des in Grävenwiesbach entwickelten Idealtypus.
Kontakt: Ev. Pfarramt, Neugasse 6, 06126 / 3116
Quelle(n): Kathrin Ellwardt (per Mail)
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66954 Pirmasens: evang. Lutherkirche (1761)
Kirchlich: Lutherkirchengemeinde, Pirmasens, Pfalz
Adresse: 66954 Pirmasens, Pirmasens, Rheinland-Pfalz
Saalbau mit Rundbogenfenstern und dreiseitigem Schluß. Turm in den Dreiseitschluß eingestellt, Zwiebelhaube mit Laterne. Inneres heute längsgerichtet, ursprünglich aber Quersaal.
1757-1761 nach Plänen des Baumeisters Schild erbaut. 1944 zerstört. 1947-1949 Wiederaufbau unter Leitung des Architekten Raimund Ostermaier, Innenausstattung völlig neu gestaltet.
Die Kirche entstand in der neuen Residenz der Grafschaft Hanau-Lichtenberg unter der Regierung des Erbprinzen Ludwig IX. von Hessen-Darmstadt als Hof-, Garnison- und Stadtkirche. Auf der Spitze des Turmes sind daher der hessische Löwe und der lichtenbergische Schwan zu sehen.
Kontakt: Ev. Pfarramt I, Buchsweiler Str. 53, 73595
Quelle(n): Kathrin Ellwardt (per Mail)
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67292 Kirchheimbolanden: evang. Paulskirche (1744)
Kirchlich: Kirchheimbolanden, Kirchheimbolanden, Pfalz
Adresse: 67292 Kirchheimbolanden, Donnersbergkreis, Rheinland-Pfalz
Von außen schlichter turmloser Bau, im Inneren reich gestalteter Quersaal mit Kanzelaltar, mächtigem Orgelprospekt und Herrschaftsloge gegenüber. Der weite Saal ist von imposanter Raumwirkung. Keine Emporen, sondern dreigeschossige Logen mit verglasten Fronten. Korinthische Pilastergliederung und feine Rocaillestukkaturen.
1739-1744 als Schloßkirche und lutherische Stadtpfarrkirche errichtet. 1745 Orgel. 1964-1966 Ausmalung des Deckengewölbes nach dem Vorbild der Stuckdecke in Weilburg. HEILIGE(r): Paulus.
Die Kirche ist eine (geringfügig veränderte) Kopie der Schloßkirche in Weilburg (1707-1713) von Julius Ludwig Rothweil. Nachdem Fürst Carl August von Nassau-Weilburg verlegte 1737 seine Residenz von Weilburg nach Kirchheimbolanden. Um die Kontinuität der Herrschaft zu betonen, ließ er den Kirchenraum, den sein Vater in der bisherigen Residenz erbaut hatte, an den neuen Ort übertragen. Kanzelaltar mit Gemälde an der Rückwand, das je nach Kirchenjahreszeit ausgewechselt wird. Dreimanualige Orgel 1745 von Johann Michael Stumm, bekannt als "Mozartorgel", weil Wolfgang Amadeus Mozart 1777 bei einem Besuch am Hof in Kirchheimbolanden auf diesem Instrument gespielt hat.

Quelle(n): Kathrin Ellwardt (per Mail)
(c) Foto: Kathrin Ellwardt(c) Foto: Kathrin Ellwardt(c) Foto: Kathrin Ellwardt


67292 Kirchheimbolanden: evang. Peterskirche (ca. 1750)
Kirchlich: Kirchheimbolanden, Kirchheimbolanden, Pfalz
Adresse: 67292 Kirchheimbolanden, Donnersbergkreis, Rheinland-Pfalz
Romanischer Chorturm, schlichtes Langhaus mit barocker Ausstattung. Fürstenloge auf der Nordempore.
Chorturm aus dem 12. Jahrhundert. Langhaus im Kern spätgotisch. Umbauten im 17. und 18. Jahrhundert. HEILIGE(r): Peter.
Reformierte Pfarrkirche der Stadtgemeinde. Steinmeyer-Orgel von 1917 in einem Prospekt von 1778.

Quelle(n): Kathrin Ellwardt (per Mail)